Kroatischkurs für Anfänger in Berlin

15. Dezember 2009

Mitte Januar startet unser erster Kroatischkurs für Anfänger. Ab dem 20. Januar können Sie bei uns einen Kroatischkurs für Anfänger besuchen. Innerhalb von 3 Monaten lernen Sie in einer Kleingruppe mit 3 bis 7 weiteren Teilnehmern Grundkenntnisse der kroatischen Sprache. Unsere versierte Kroatisch-Sprachlehrerin ist Muttersprachlerin und hilft Ihnen über die ersten Schwierigkeiten hinweg. Zu Hause können Sie selbständig den erlernten Stoff vertiefen und ergänzen. Wir treffen uns jeden Dienstag für jeweils 90 Minuten. Wir freuen uns auf Sie!
“…ein professionelles Sprachtraining
bei dem es einiges zu Lachen gab und das mittlerweile
seine Praxistauglichkeit beweisen konnte…”

Details und Anmeldung zum Kroatisch-Sprachkurs hier.

Serbischkurs für Anfänger in Berlin

15. Dezember 2009

Mitte Januar startet unser erster Serbischkurs für Anfänger. Ab dem 19. Januar können Sie bei uns einen Serbischkurs für Anfänger besuchen. Innerhalb von 3 Monaten lernen Sie in einer Kleingruppe mit 3 bis 7 weiteren Teilnehmern Grundkenntnisse der serbischen Sprache. Unser versierter Serbisch-Sprachlehrer ist Muttersprachler und hilft Ihnen über die ersten Schwierigkeiten hinweg. Zu Hause können Sie selbständig den erlernten Stoff vertiefen und ergänzen. Wir treffen uns jeden Dienstag für jeweils 90 Minuten. Wir freuen uns auf Sie!
“…ein professionelles Sprachtraining in Serbisch
bei dem es einiges zu Lachen gab und das mittlerweile
seine Praxistauglichkeit beweisen konnte…”

Details und Anmeldung zum Serbisch-Sprachkurs hier.

Osijek VI

20. November 2009

Stimmen aus der Fremde –
Expats berichten aus Südosteuropa

  Bettina Lehmann Foto: Iwo Zmyslony
Bettina Lehmann - Foto: Iwo Zmyslony

VI Wie ich die Sprache lern(t)e

In Osijek höre ich ein Kroatisch, das mir als das langsamste und deutlichste des ganzen Landes angepriesen wird. Die Region sei im Grunde die geeignetste, um diese schöne, wenn auch – da seien wir ehrlich – sehr schwere Sprache zu erlernen. Allen, die es wagen wollen, allen, die sich von der äußerst sparsamen Verwendung von Vokalen nicht schrecken lassen, allen, die den Buchstaben R mögen, die Freude daran haben, ihn kehlig im Rachen zu rollen und bereit sind, ihn in seiner janusköpfigen Natur auch gelegentlich als Vokal anzuerkennen, sei der Nordosten der Republik ans Herz gelegt. Hier werde langsam gerollt, der Silbe der ihr gebührende Raum gegeben, die Melodie fein gesungen. Hier werde ein Satz, den zu sagen ein Istrier eine Sekunde benötigt und den ein Zagreber in immerhin zwei Sekunden ausspricht, auf großzügige drei bis vier gestreckt. Offenbar, so mein Schluss, findet auf dem Weg von der Küste zur serbischen Grenze eine Dehnung der Zeit statt. Man scherzt darüber im Rest des Landes, für einen Ausländer aber, der Kroatisch lernen möchte, ist es ideal.

Tafel von Baška
Tafel von Baška (Baščanska ploča) - das älteste glagolitische Denkmal der kroatischen Sprache, um das Jahr 1100; Foto: Wikimedia

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Bomec: Stigao sam!

17. November 2009

Stimmen aus der Fremde –
Expats berichten aus Südosteuropa

Das Handke Syndrom, Teil II

Der erste Teil hier

Mir ist diese Denkweise fremd, bin ich doch selbst als Deutscher, der lange nach Nationalsozialismus und Zweiten Weltkrieg geboren wurde, daran gewöhnt, bei der Erwähnung von Holocaust und den Angriffskriegen, die von meinem Land ausgingen, sofort und ohne jedes ’wenn’ und ‘aber’ den Kopf zu senken und ‘mea culpa’ zu sagen. Nie käme ich auf die Idee, bei einem Gespräch über die Naziverbrechen darauf hinzuweisen, welche Verbrechen der Roten Armee beispielsweise mein Vater auf seiner Flucht aus Ostpreußen mit erleben musste, oder wie viele Zivilisten bei der Bombardierung von Dresden sinnlos umgebracht wurden. In gewisser Weise ist die deutsche Nachkriegsgeneration in der komfortablen Situation, dass die Schuldfrage im Zweiten Weltkrieg klar ist: Die deutschen Nazis hatten Schuld, wir waren die Bösen. Punkt. Die Tatsache bringt andere Probleme mit sich, das Verdrängen, das Vergessen, aber irgendwie scheint es für die Deutschen deswegen einfacher, einen Strich unter die Vergangenheit zu ziehen und nach vorne zu sehen. Auf dem Balkan, in Serbien, wo der Krieg erst wenige Jahre her ist, wo die Biographie jedes einzelnen von persönlichen Kriegserlebnissen geprägt ist, spricht man im Zusammenhang mit Kriegsschuld immer erstmal über die Verbrechen “der anderen”. Serbien gilt in Europa allgemein als Hauptagressor im Jugoslawienkrieg, aber dagegen wehrt sich jeder Serbe vehement. Ja, Serben haben Kriegsverbrechen begangen, aber Kroaten oder Bosniaken waren kein Stück besser. Zum Kotzen das.

“Was würdest du denn sagen, wenn dein Stadtteil Berlin Kreuzberg, wo beinahe mehr Türken als Deutsche leben, plötzlich wie der Kosovo seine Unabhängigkeit erklären würde?”, sagt mein Freund. “Wenn du plötzlich, wie es bei 200.000 Serben im Kosovo der Fall ist, in einem fremden Staat leben würdest? Wenn du auf dem Weg zum Supermarkt deinen Pass vorzeigen und eine Staatsgrenze passieren müsstest? Wenn du keinen freien Zugang mehr hättest zu den Kirchen deiner Gemeinde, zu den Geburtstädten deiner Kultur? Würdest du das akzeptieren?”

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Berlin Kreuzberg; Foto: bomec

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Bomec: Stigao sam!

16. November 2009

Stimmen aus der Fremde –
Expats berichten aus Südosteuropa

Das Handke Syndrom, Teil I

“Was, nach Serbien wollen sie? Freiwillig?”, fragt der Taxifahrer auf dem Weg zum Flughafen Tegel kopfschüttelnd und schweigt fünf Minuten konsterniert. Dann sagt er: “Ich kann nicht verstehen, wie die Leute da noch hinfahren können. Nach allem, was dort vorgefallen ist. Die ganzen Morde. Die ganzen Kriegsverbrechen, die dieses Land begangen hat. Und dann nach ein paar Jahren einfach wieder hinfahren als Tourist, als wäre nichts gewesen. Das kann man doch nicht machen.”

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Uroš Predić: Kosovka devojka (Das Mädchen vom Amselfelde)

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Osijek V

4. November 2009

Stimmen aus der Fremde –
Expats berichten aus Südosteuropa

  Bettina Lehmann Foto: Iwo Zmyslony
Bettina Lehmann - Foto: Iwo Zmyslony

V Ante Starčević: Landesvater auf dem Sockel

In Osijek sah ich auf dem Hauptplatz eine massige Skulptur, die einen massigen Menschen darstellt, nach dem der Platz benannt ist. Ante Starčević. Meine kunsthistorische Ausbildung beiseite lassend stimme ich heimlich den hämischen Bemerkungen von Bewohnern und Gästen der Stadt zu. Von anderen als einer frontalen Ansicht scheint es, dass der massige Mann von seinem Sockel heraburiniert. Auch ohne kunsthistorische Ausbildung, und nun die Häme beiseite lassend, ist deutlich, dass der massige, natürlich nur scheinbar urinierende Mann politisch gemeint ist.

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Ante Starčević auf dem nach ihm benannten Platz; Foto: Samir Kurtagić

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Berlin: Neuer Kurs – Serbisch lernen für Anfänger

20. Oktober 2009

Nach längerer Pause und unserem Umzug in neue Räume bieten wir ab November wieder Gruppensprachkurse an. Ab dem 17. November können Sie bei uns einen Serbischkurs für Anfänger besuchen. Innerhalb von 3 Monaten lernen Sie in einer Gruppe mit 3 bis 7 weiteren Teilnehmern Grundkenntnisse der serbischen Sprache. Unser versierter Serbisch-Sprachlehrer ist Muttersprachler und hilft Ihnen über die ersten Schwierigkeiten hinweg. Zu Hause können Sie selbständig den erlernten Stoff vertiefen und ergänzen. Wir treffen uns jeden Dienstag für jeweils 90 Minuten.
 
 
Details und Anmeldung zum Serbisch-Sprachkurs hier.

“…ein professionelles Sprachtraining in Serbisch bei dem es einiges zu Lachen gab und das mittlerweile seine Praxistauglichkeit beweisen konnte…” Wir freuen uns auf Sie!

Slogan

Osijek IV

3. September 2009

Stimmen aus der Fremde –
Expats berichten aus Südosteuropa

  Bettina Lehmann Foto: Iwo Zmyslony
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IV. Marktgeschichten

In Osijek sehe, höre und rieche ich den Markt. Es gibt prächtigere Märkte an anderen Orten, größere, lautere, buntere, intensivere, doch ist dieser mir lieb.

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Am Anfang war das Urslawische

31. Juli 2009

Ein kleiner Ausflug in die (süd)slawische Sprachgeschichte

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Quelle: Wikimedia

Aus dem Kontinuum der noch einheitlichen indogermanischen Ursprache (Indoeuropäisch, Proto-Indogermanisch) entwickelte sich das Baltische, Germanische und Slawische gemeinsam oder in enger Nähe. Für diese frühe Periode des 3. oder frühen 2. Jahrtausends vor Christus ist es noch nicht sinnvoll, von Baltisch, Germanisch oder Slawisch zu sprechen. Vielmehr handelte sich um indogermanische Dialekte, aus denen sich später die baltischen, germanischen und slawischen Sprachen entwickelten.
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Monatsnamen: Juli - Srpanj

28. Juli 2009

Srpanj
Foto: Samir Kurtagić

Der siebte Monat wurde in kroatischer Sprache nach srp, der Sichel benannt. Die Monatsnamen im Kroatischen, wie auch im Altserbischen, sind mit für die Jahreszeit typischen Tätigkeiten im Feld verbunden, ähnlich wie die alten deutschen Monatsnamen. Daher erinnert der Name an die Erntezeit – früher wurde Getreide mit einer Sichel gemäht.
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